Viele Museen zeigen ihre Ausstellungen auch online

Ausstellungen 2020

Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Malerschule

Caspar David Friedrich
Lebensstufen, um 1834
Öl auf Leinwand
72,5 x 94 cm
© Museum der bildenden Künste, Leipzig
Foto: InGestalt  Michael Ehritt

Ernst Ferdinand Oehme
Bergkapelle im Winter, 1842
Öl auf Leinwand, 78x110
Privatsammlung © Sasa Fuis/ VAN HAM Kunstauktionen GmbH&Co. KG


Kunstpalast, Düsseldorf 15. Oktober 2020 bis 7. Februar 2021

 

Zu Lebzeiten stand Caspar David Friedrich (1774–1840) in einer spannungsvollen Beziehung zu den Vertretern der Düsseldorfer Landschaftsmalerei. Der künstlerische Austausch war von Gegensätzen und Kritik, aber auch von erstaunlichen Korrespondenzen geprägt. Mitte der 1830er-Jahre geriet Friedrichs Werk zunehmend in den Schatten der Düsseldorfer Malerschule. Die rund 120 Werke umfassende Ausstellung präsentiert den aufkommenden Geschmackswandel von der Romantik bis zu den Anfängen des Realismus. Erstmals tritt die sächsische Landschaftsmalerei in einen Dialog mit den Werken der Düsseldorfer Malerschule. Etwa 60 Werke Friedrichs werden gemeinsam mit den Arbeiten seiner Dresdener Malerfreunde wie Carl Gustav Carus (1789–1869), Ludwig Richter (1803–1884) und Ernst Ferdinand Oehme (1797–1855) präsentiert. Ihnen gegenübergestellt werden Hauptwerke der Düsseldorfer Vertreter Carl Friedrich Lessing (1808–1880), Andreas Achenbach (1815–1910 und Johann Wilhelm Schirmer (1807–1863).. Mehr Information www.kunstpalast.de

 

Copyright Text: Kunstpalast Düsseldorf


Impressionismus. Die Sammlung Hasso Plattner

Ab dem 5. September 2020 im Museum Barberini

Das Museum Barberini in Potsdam zeigt vom 5. September 2020 an dauerhaft die umfangreiche Sammlung impressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner – darunter Meisterwerke von Monet, Renoir und Signac. Mit 34 Gemälden von Claude Monet sind außerhalb von Paris nirgends in Europa mehr Werke dieses Künstlers an einem Ort zu sehen. Potsdam wird damit eines der weltweit wichtigsten Zentren impressionistischer Landschaftsmalerei. So bietet das Museum Barberini neben seinen Wechselausstellungen in internationalen Kooperationen eine in Deutschland einmalige Sammlung.

Mehr Information www.museum-barberini.com

 

Copyright Text/Video: Museum Barberini


Dekadenz und dunkle Träume Der belgische Symbolismus

18.09.2020 bis 17.01.2021

Alte Nationalgalerie

Fernand Khnopff, Die Zärtlichkeit der Sphinx [Des Caresses], 1896, Öl auf Leinwand, 50 × 150 cm, © Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel

Arnold Böcklin, Die Toteninsel, 1883, Öl auf Holz, 80 x 150 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger


Der lustvolle Blick in den Abgrund, der übersteigerte Ästhetizismus einer übersättigten Gesellschaft, die sich zugleich in der Krise wähnte, der morbide Reiz zwischen Thanatos und Eros dies sind Themenfelder in der Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere im belgischen Symbolismus ihren Ausdruck fanden.

Gegen die Entwicklung des Oberflächenreizes von Naturalismus und Impressionismus formiert sich in den 1880er Jahren eine neue Kunstströmung, deren Kennzeichen die Sinnlichkeit, Magie, tiefgründige Bedeutsamkeit wie auch die Irrationalität ist. Der Symbolismus enthält hier in bereits vielfach eine künstlerische Vorwegnahme der Traumdeutung von Freud, dessen gleichnamige Studie 1899 erschien.

Mehr Information https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/dekadenz-und-dunkle-traeume/

 

Copyright Text: smb


Max Beckmann

weiblich-männlich

Neue Laufzeit: 25. September 2020 bis 24. Januar 2021

Hamburger Kunsthalle

 

 

 

Max Beckmann (1884–1950)

 

Zwei Frauen (in Glastür), 1940

 

Öl auf Leinwand, 80 x 61 cm
Museum Ludwig, Köln

 

© VG Bild-Kunst, Bonn 2020

 

© Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln, rba_c006753

 

 

 

 

Max Beckmann. weiblich-männlich untersucht erstmals die zahlreichen, oft widersprüchlichen Rollen von Weiblichkeit und Männlichkeit in den Werken von Max Beckmann (1884–1950), einem großen Künstler der Moderne und kraftvollen Interpreten seiner Zeit. Mit rund 140 Gemälden, Plastiken und Arbeiten auf Papier zeigt die Ausstellung die eindrucksvolle Breite des Themas und ermöglicht ein tieferes Verständnis von Beckmanns facettenreicher Kunst. Wichtige Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen im In- und Ausland – darunter der Nachlass Beckmann, das Städel Museum, Frankfurt am Main, das Saint Louis Art Museum, Missouri /USA und das Stedelijk Museum in Amsterdam – ergänzen den umfangreichen Beckmann-Bestand der Hamburger Kunsthalle.
Die Ausstellung befragt Beckmanns Bilder sowohl auf ihre historische Bedeutung als auf ihre Aktualität für unsere Zeit. Seine prägnanten Selbstdarstellungen, seine Doppelbildnisse mit den Ehefrauen, die repräsentativen Porträts seiner Förderer und Mäzeninnen sowie mythologische und biblische Figurenbilder machen Grundkonstanten menschlichen Zusammenseins eindrucksvoll erfahrbar: Sie zei-gen Begehren, Hingabe und Widerstreit, Macht und Ohnmacht, Freiheitsdrang und Verschmelzung. Mehr Information www.hamburger-kunsthalle.de

Copyright Text: Hamburger Kunsthalle


Großes Welttheater –100 Jahre Salzburger Festspiele

26. JULI 2020 BIS 31. OKTOBER 2021

Hugo von Hofmannsthal, „Jedermann“, 1920 Regie: Max Reinhardt, Alexander Moissi (Jedermann), Johanna Terwin (Buhlschaft), © Archiv der Salzburger Festspiele/Foto Ellinger

„Richard Strauss: „Salome“, 2018, Dirigent: Franz Welser-Möst, Regie: Romeo Castellucci Anna Maria Chiuri (Herodias), © Salzburger Festspiele / Ruth Walz


Als Highlight des Jahres wird ab 26. Juli 2020 im Salzburg Museum ein ganz besonderes Jubiläum gefeiert: Mit einer Landesausstellung blicken wir auf 100 Jahre Salzburger Festspiele zurück. Die erste Aufführung von Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ am 22. August 1920 auf dem Domplatz gilt als Gründungsdatum der Salzburger Festspiele. Unter dem Titel „Großes Welttheater“ ermöglicht die Landesausstellung im Salzburg Museum nun Einblicke in die Geschichte der Festspiele und ihre Entwicklung bis in die Gegenwart. Gemeinsam mit den Salzburger Festspielen wird von der Geschichte des weltweit bedeutenden Festivals für klassische Musik und darstellende Kunst erzählt.
Die Ausstellung lässt das Museum zur Bühne werden, auf der die Geschichte der Salzburger Festspiele lebendig wird. Film- und Tondokumente, Fotos, Kostüme, Requisiten, ein umfangreiches Archiv sowie Installationen international renommierter zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen tragen zu einem umfassenden Gesamterlebnis bei. Die Ausstellung folgt mit diesem Konzept der Überzeugung von Max Reinhardt, dass sich ein Theaterstück letztlich erst im Austausch mit seinem Publikum erfüllen kann. In diesem Sinne sind Besucher und Besucherinnen eingeladen, die Geschichte der Salzburger Festspielen aktiv zu erkunden.
Unter dem Motto „Vorhang auf!“ warten kreative Workshops und Führungen, interaktive Kinderstationen bieten die Möglichkeit, die Ausstellung individuell zu entdecken. Mehr Information www.salzburgmuseum.at

 

Copyright Text: Salzburg Museum


DIE BILDER DER BRÜDER. Eine Sammlungsgeschichte der Familie Burda

Andy Warhol, The Three Gentlemen, 1982 . Acryl/Siebdruck/Leinwand, 101,8 x 203,4 cm © 2020 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc./Licensed by Artists Rights Society (ARS), New York


Copyright Fotos: Patricia Sigerist

12. Mai – 04. Oktober 2020 Museum Frieder Burda Baden-Baden

 

Die Familie Burda und die Kunst – eine leidenschaftliche Beziehung. Aber wie fing eigentlich alles an? Was die Eltern Aenne und Franz Burda sammelten, förderte früh die Begeisterung der drei Brüder Franz, Frieder und Hubert für die Kunst. Eine Leidenschaft fürs Leben entstand. Von Max Beckmann über Ernst Ludwig Kirchner und Karl Schmidt-Rottluff bis zu Gabriele Münter: Es ist der deutsche Expressionismus, dem die drei Brüder Franz, Frieder und Hubert ihre erste Begegnung mit Kunst verdanken. Gesichter leuchten in starkem Pink, Körper räkeln sich in grellem Gelb, schwarze Ränder fassen die Flächen holzschnittartig ein. Dem deutschen Expressionismus verdanken die Farben ebenfalls ihre Emanzipation von den Dingen und der Wirklichkeit, er stellt sie in den Dienst des unmittelbaren subjektiven Ausdrucks von Emotionen, von Seelenwelten und Welterfahrung. Mehr Information www.museum-frieder-burda.de

 

Copyright Text: Museum Frieder Burda Baden-Baden


Karl Lagerfeld. Fotografie

Die Retrospektive

08.03.2020 — 06.01.2021

Karl Lagerfeld: Selbstporträt (Ausschnitt), 2005, Foto © Karl Lagerfeld

Eine solche Ausstellung hat es in Mitteldeutschland noch nicht gegeben! Lagerfeld-Ausstellungen fanden bisher nur selten in Deutschland statt, u. a. in Essen, Hamburg und München (Museum Folkwang, Hamburger Kunsthalle und Haus der Kunst), vor allem aber international. Die Sonderausstellung „Karl Lagerfeld. Fotografie. Die Retrospektive“ im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) entstand in Zusammenarbeit mit Gerhard Steidl und Eric Pfrunder, die Kuratoren der Ausstellung sind, und vereint mehr als 300 Fotografien, die noch zu Lebzeiten gemeinsam mit Karl Lagerfeld eigens für die Präsentation im Landeskunstmuseum Sachsen-Anhalt ausgewählt und produziert wurden. Mehr Information www.kunstmuseum-moritzburg.de

 

Copyright Text: Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale)


EN PASSANT

Impressionismus in Skulptur

19. März bis 25. Oktober 2020
Städel Museum, Ausstellungshaus

Edgar Degas (1834–1917) Kleine vierzehnjährige Tänzerin, 1881 Bronze H. 98 cm Europäische Privatsammlung © Städel Museum, Foto: Horst Ziegenfusz

Auguste Rodin (1840–1917) Das Haupt Johannes des Täufers, 1877/78 Terrakotta 30,5 × 23,7 × 21,1 cm Staatliche Kunsthalle Karlsruhe


Der Impressionismus fasziniert auch anderthalb Jahrhunderte nach seiner Entstehung weltweit. Vor allem die Malerei mit ihrem lockeren, skizzenhaften Pinselfluss, der reichen und hellen Farbpalette und den alltäglichen Sujets vermittelt ein Gefühl von Aufbruch und Modernität. Bis heute weniger erforscht und einem breiten Publikum unbekannt ist hingegen die Vielfalt des Impressionismus in der Skulptur. Dabei ist es historisch belegt, dass die Diskussion über den Impressionismus in der Skulptur mit der Präsentation von Edgar Degas’ Werk Kleine vierzehnjährige Tänzerin (1878/81) auf der sechsten Impressionisten-Ausstellung 1881 in Paris ihren Anfang nahm. Mehr Information www.staedelmuseum.de

 

Copyright Text/Video: Städel Museum