Ausstellungen 2026

THE WORLD THROUGH AI

11. JUNI – 20. SEPTEMBER 2026

DIE SCHIRN WIDMET DEM EINFLUSS VON KÜNSTLICHER INTELLIGENZ EINE GROSSE ZEITGENÖSSISCHE KUNST-AUSSTELLUNG

Gregory Chatonsky, La Quatrième Mémoire, 2025 © Gregory Chatonsky

Holly Herndon & Mat Dryhurst, xhairymutantx, video made of images generated by a custom AI model © Holly Herndon & Mat Dryhurst


Photo © Patricia Sigerist

Die große Sommerausstellung der Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigt vom 11. Juni bis zum 20. September 2026 Kunstwerke, die sich mit den kognitiven, psychologischen, politischen und ökologischen Dimensionen der künstlichen Intelligenz (KI) auseinandersetzen. KI-Technologien verändern grundlegend, wie Bilder erzeugt, bearbeitet, verbreitet, beschrieben und betrachtet werden. Ihr Einfluss auf die visuelle Kultur und die zeitgenössische Kunstpraxis gehört zu den sichtbarsten Phänomenen in diesem Bereich, der von undurchsichtigen technischen Prozessen dominiert wird. Die umfassende Themenausstellung bespielt beide Ausstellungsflächen der Schirn und zeigt rund 40 Werke aus den letzten zehn Jahren bis zur Gegenwart, u.a. Videoinstallationen, Grafiken, Skulpturen und Fotografien, darunter mehrere eigens für die Ausstellung konzipierte Neuproduktionen. Die Schirn präsentiert rund 30 internationale Künstler*innen, darunter Nora Al-Badri, Nouf Aljowaysir, Julian Charrière, Grégory Chatonsky, Kate Crawford & Vladan Joler, Holly Herndon & Mat Dryhurst, Agnieszka Kurant, Trevor Paglen, Hito Steyerl, Sasha Stiles und Taller Estampa.

Beleuchtet wird ein breites Themenspektrum, das Ressourcen und Umweltfaktoren ebenso umfasst wie Fragen zur Wahrnehmung, zum maschinellen Sehen oder zur Gesichts- und Emotionserkennung sowie zu Imagination und Erinnerung. Die Werke behandeln zahlreiche Punkte – von Mikroarbeit über die Etablierung alternativer Geschichtsschreibungen bis hin zu möglichen Zukunftsvisionen. Weitere Aspekte sind der sogenannte AI Slop und die Slopaganda (die Verwendung von KI-generierten Bildern als neue Form der politischen Propaganda).

Eine Reihe von „Zeitkapseln“ verbindet als parallele Erzählebene der Schau die Gegenwart mit der Vergangenheit und bettet die aktuellen Veränderungen durch neue Technologien in einen historischen Kontext ein.

Mehr www.schirn.de

 

Copyright Text: Kunsthalle Schirn Frankfurt

 


Ewa Juszkiewicz

From 26 May to 6 September 2026

 

Museo Nacional Thyssen-Bornemisza in Madrid

Ewa Juszkiewicz
In a Shady Valley, Near a Running
Water (after François Gérard), 2023
Óleo sobre lienzo, 270 × 160 cm
FAMM (Femmes Artistes Musée
Mougins), The Levett Collection

Ewa Juszkiewicz
Portrait in Venetian Red (after
Élisabeth Vigée Le Brun), 2024
Óleo sobre lienzo, 190 × 140 cm
Colección privada


As part of the Blanca and Borja Thyssen-Bornemisza Collection exhibition programme, the Museo Nacional Thyssen-Bornemisza presents a solo show of works by Ewa Juszkiewicz (Gdańsk, Poland, 1984). Curated by Guillermo Solana in close collaboration with the artist, the exhibition brings together a carefully selected group of over twenty paintings.

In her work, Juszkiewicz reinterprets the historical traditions of female portraiture, reframing the visual tropes of classical European painting and engaging critically with canonical representations of feminine beauty. Employing a refined technique and a visual language that echoes the aesthetics of her source material, she combines a traditional painterly approach with subversive gestures. Her compositions disrupt the conventions of portraiture: the sitters’ faces are obscured by elaborate arrangements of fabrics, hairstyles, fruit or vegetation, drawing on a Surrealist sensibility while reconfiguring the genre.

By deconstructing and reimagining women portrayed in historical painting, Juszkiewicz repositions these images within a contemporary context. Her work examines how femininity has been shaped in European painting, where women have often been defined through ideals of beauty and decorum. In her paintings, the figures elude fixed interpretations, opening the image to multiple readings.

Juszkiewicz has exhibited at leading international institutions, including the Brooklyn Museum, New York; the Centre Pompidou-Metz; the Musée d’Art Moderne de Paris; the Museo Picasso Málaga; and the National Museum of China, Beijing, among others.

More www.museothyssen.org

 

Copyright Text: The Museo Nacional Thyssen-Bornemisza

 


Pierre Huyghe

24. Mai 2026 bis 13. September 2026

Fondation Beyeler

 

 

Installationsansicht «Pierre Huyghe», Fondation Beyeler, Riehen/Basel, 2026

 

Foto: Ola Rindal

 

Die Fondation Beyeler präsentiert eine grosse neue Ausstellung von Pierre Huyghe (*1962, Paris), einem der innovativsten und einflussreichsten Künstler der Gegenwart. In einer exklusiv für die Fondation Beyeler konzipierten Ausstellung werden neu geschaffene Werke neben zentralen Arbeiten der letzten Jahre gezeigt. Pierre Huyghe ist bekannt für seine grenzüberschreitenden Arbeiten, in denen Fiktion und Realität ineinander übergehen. Seine Werke entstehen an der Schnittstelle verschiedener Disziplinen und verbinden filmische, technologische, digitale, physische und biologische Elemente zu lebendigen und dynamischen Situationen, in denen sich Empfindsamkeiten und neue Subjektivitäten herausbilden und mit der Zeit weiterentwickeln können. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, tief in Pierre Huyghes faszinierendes Universum einzutauchen.

Mehr www.fondationbeyeler.ch

 

Copyright Text: Fondation Beyeler

 

 


Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat

19. März bis 5. Juli 2026
Ausstellungshaus

Städel Museum

Claude Monet Steilküste von Aval, 1885 Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm Foto © Hasso Plattner Collection

Der Küstenort Étretat wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Das Städel Museum präsentiert vom 19. März bis 5. Juli 2026 eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes und seinen Einfluss auf die Malerei der Moderne. In Frankfurt sind rund 170 herausragende Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und historische Dokumente aus führenden französischen, deutschen und weiteren internationalen Museen sowie aus Privatsammlungen zu sehen, darunter allein 24 Werke von Claude Monet.

Étretat spielte eine bedeutende Rolle bei der Entstehung einer neuen Malerei, die als Impressionismus in die Geschichte der Kunst einging. Das Interesse der Künstler galt vor allem der charakteristischen Klippenlandschaft, die als aufregend schön und bedrohlich zugleich wahrgenommen wurde. Maler und Schriftsteller reisten nach Étretat und machten den abgelegenen Ort durch ihre Werke über die Grenzen Frankreichs hinaus berühmt. Mit der zunehmenden touristischen Erschließung um 1850 entwickelte sich Étretat zu einem beliebten Seebad und zu einem Treffpunkt für Künstler, Intellektuelle und das Pariser Bürgertum: Gustave Courbet malte hier seine berühmten Wellenbilder, Guy de Maupassant erhob Étretat literarisch zu einem Sehnsuchtsort und der Gentleman-Gauner Arsène Lupin, die Romanfigur von Maurice Leblanc, hortete hier seine Kunstschätze. Auch der aufstrebende Maler Claude Monet war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren – der Porte d’Amont, der Porte d’Aval und der Manneporte – derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Unter dem Eindruck der sich stets verändernden Licht- und Wetterverhältnisse begann Monet in Étretat Motivreihen zu malen – eine Arbeitsweise, die sich später zu seinem Markenzeichen entwickeln sollte.

Die Ausstellung vereint neben Werken von Eugène Delacroix, Gustave Courbet, Claude Monet und Henri Matisse eine Vielzahl weiterer wichtiger Positionen der modernen und zeitgenössischen Kunst – von Johann Wilhelm Schirmer und Eugène Le Poittevin über Camille Corot und Eugène Boudin bis hin zu Elger Esser. Gemeinsam verdeutlichen die Arbeiten die anhaltende Faszination, die dieser Ort bis heute ausübt. Die Leihgaben stammen unter anderem aus den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Fitzwilliam Museum in Cambridge, dem Metropolitan Museum of Art in New York, der National Gallery of Canada in Ottawa sowie dem Musée d’Orsay in Paris.

 

Mehr www.staedelmuseum.de

 

Copyright Text: Städel Museum