Auf meiner Webseite präsentiere ich einen kleinen Querschnitt weltweit stattfindender Kulturereignisse.

"Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit"                        Friedrich Schiller

Viel Spaß beim Lesen.


Viele Museen zeigen ihre Ausstellungen auch online

Ausstellungen 2022

HERBERT LIST. DAS MAGISCHE AUGE

14. MAI BIS 11. SEPTEMBER 2022

Bucerius Kunst Forum Hamburg

Herbert List: Unter dem Poseidontempel, Sounion, um 1936
Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie
© Herbert List Estate / Magnum Photos / Agentur Focus

Herbert List: Geist des Lykkabettos, Athen 1937, Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv List
© Herbert List Estate / Magnum Photos / Agentur Focus


Das Bucerius Kunst Forum präsentiert die erste internationale Retrospektive zu Herbert List (1903 – 1975) seit über zwei Jahrzehnten im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg. Mit rund 240 Vintage Prints, Erstausgaben von Publikationen und nur selten gezeigten Reportage-Fotografien bietet sie einen einmaligen Überblick zum Œuvre des Hamburger Magnum-Fotografen. Die Zusammenarbeit mit dem Herbert List Estate und dem Münchner Stadtmuseum sowie die gemeinsame Kuration von Kathrin Baumstark, Direktorin des Bucerius Kunst Forums, und Ulrich Pohlmann, Leiter der Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum, hat dies ermöglicht.

 

Herbert List, 1903 als ältester Sohn eines Kaffeehändlers in Hamburg geboren, geht seinem frühen Interesse für Kunst und Fotografie ab 1930 intensiver nach und entscheidet sich 1936 für eine Fotografen-Laufbahn. Die Bedrohung durch die Nationalsozialisten als homosexueller Mann mit einem jüdischen Großvater veranlasst ihn 1936, Deutschland zunächst zu verlassen und nach Paris zu gehen. 1937 bricht er erstmals für einige Monate nach Griechenland auf, wohin er im Laufe seines Lebens immer wieder zurückkehren wird. Um einer Verhaftung in Griechenland zu entgehen, lässt er sich 1941 in München nieder. Die Stadt wird sein Lebenszentrum und Ausgangspunkt für seine zahlreichen Reisen.

 

Mehr Information www.buceriuskunstforum.de

 

Copyright Text: Bucerius Kunst Forum


Paul Gauguin – Why Are You Angry?

26.03.2022 bis 10.07.2022

Alte Nationalgalerie Berlin

Paul Gauguin (1848 - 1903), Tahitianische Fischerinnen, 1891
Öl auf Leinwand
71,0 x 90,0 cm
(c) Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Leihgabe der Ernst von Siemens Kunststiftung / Jörg P. Anders

Paul Gauguin (1848-1903), Arearea no Varua Ino. The Amusement of the Evil Spirit, 1894
© Ny Carlsberg Glyptote


Paul Gauguin (Paris 1848 ­– 1903 Atuona/Hiva Oa) gehört zu den einflussreichsten Wegbereiter*innen der künstlerischen Moderne, dessen bekannteste Gemälde in den Jahren zwischen 1891 und 1901 auf der Südseeinsel Tahiti entstanden. „Paul Gauguin – Why Are You Angry?“ in der Alten Nationalgalerie betrachtet die Werke Gauguins, die auch von westlichen, kolonialen Vorstellungen von 'Exotik' und 'Erotik' geprägt sind, vor dem Hintergrund aktueller Diskurse und konfrontiert seine Werke mit Positionen zeitgenössischer Künstler*innen.

Gauguin verließ 1891 die Kunstmetropole Paris, seine Frau und fünf Kinder, um sich auf eine spirituelle und künstlerische Suche nach Französisch-Polynesien zu begeben. Hier lebte er mit einer Unterbrechung bis zu seinem Tod 1903. In dieser Phase entsteht unter anderem eines der Hauptwerke Gauguins aus der Sammlung der Nationalgalerie, das Gemälde „Tahitianische Fischerinnen“ von 1891.

Vor dem Hintergrund historischer Vorbilder und postkolonialer Debatten stellt die Ausstellung den von Gauguin selbst erschaffenen Mythos des „wilden Künstlers“ zur Diskussion. Gauguin griff seinerseits bereits auf einen kolonialen Traum vom irdischen Paradies zurück, der ihm zugleich den Aufbruch zu einer völlig neuartigen Kunst ermöglichte. „Paul Gauguin – Why Are You Angry?“ nähert sich Gauguin aus verschiedenen Perspektiven und eröffnet aktuelle Blicke auch durch Werke zeitgenössischer Künstler*innen wie Angela Tiatia (Neuseeland/Australien), Yuki Kihara (Samoa/Japan) oder Nashashibi/Skaer (Großbritannien) und den tahitianischen Aktivisten und Künstler Henri Hiro (Französisch-Polynesien).

Mehr Information www.smb.museum/home/

 

Copyright Text: smb museum

 


Dayanita Singh: Dancing with my Camera

Dayanita Singh, Museum of Chance, 2013

© Dayanita Singh

 

18. März 2022 bis 7. August 2022

 

Seit den 1980er Jahren leistet Dayanita Singh Pionierarbeit auf dem Gebiet der Fotografie und überwindet immer wieder die Grenzen des Mediums. Dancing with my Camera präsentiert die wichtigsten Schaffensphasen im Œuvre der international renommierten Künstlerin – von ihren frühesten Arbeiten bis heute. Die Arbeit Let’s See wird speziell für die Ausstellung im Gropius Bau realisiert und zusammen mit ihren Schlüsselwerken wie den „museums“ präsentiert.

Singhs Schwarz-Weiß-Fotografien schaffen Archive und Räume, die Menschen und Architekturen mit unterschiedlichen Hintergründen und aus verschiedenen Regionen miteinander in Verbindung setzen. Fotografien sind in diesen Werken jedoch nur das Rohmaterial. Singh baut mobile Strukturen aus Teakholz, durch die ihre Bilder neu arrangiert, kombiniert und räumlich neu erlebt werden können; ihre Fotografie beginnt und endet immer mit der körperlichen Erfahrung.

Durch einen Prozess der akribischen und zugleich intuitiven Bearbeitung verwandelt Singh ihre Bilder in Fotoarchitekturen, Montagen und Buchobjekte – immer geleitet von Grundsätzen der Fluidität, Musikalität, Choreografie und Bewegung. Mit ihren tragbaren „museums” und Buchobjekten hat Singh eine Form entwickelt, die gleichzeitig Buch, Katalog und Ausstellung ist. Sie schafft erlebbar dynamische, mobile und zugängliche Museen und Ausstellungen. Mehr Information www.berlinerfestspiele.de

 

Copyright Text: Gropius Bau Presse und Kommunikation


«YOKO ONO. THIS ROOM MOVES AT THE SAME SPEED AS THE CLOUDS»

Vom 4. März bis 29. Mai 2022

Kunsthaus Zürich

Yoko Ono, Wish Tree, 1996/2013Installation view, YOKO ONO: HALF-A-WIND SHOW - A RETROS-PECTIVE, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk, 7 June – 9 September 2013Photo: Bjarke Ørsted , Courtesy of Louisiana Museum of Modern Art, © Yoko Ono

Fotos © Patricia Sigerist

Yoko Onos Performances und Aktionen der 1960er- und 1970er-Jahre haben Kultstatus erreicht. Im Kunsthaus Zürich werden einige davon reinszeniert und ausgestellt. Die Künstlerin ist an der Konzeption der Ausstellung persönlich beteiligt. Yoko Ono hat sich seit Beginn ihrer Karriere mit wichtigen gesellschaftspolitischen Themen auseinandergesetzt, die auch heute noch von grosser Relevanz sind. Sie engagiert sich seit jeher für den Frieden auf der Welt und setzt sich für feministische Anliegen ein. Ideen spielen dabei immer die zentrale Rolle: Mal formuliert sie diese auf spielerisch-humorvolle Weise, mal ganz radikal, dann wiederum sehr poetisch. Einige Ideen verwandelt sie in Objekte, andere lässt sie immateriell. Dementsprechend vielfältig ist das künstlerische Werk von Yoko Ono. Es umfasst Skulpturen, Arbeiten auf Papier, Installationen, Performances, Film und Musik. Rund 60 davon hat Kunsthaus-Kuratorin Mirjam Varadinis zusammen mit Yoko Ono und ihrem langjährigen Kurator und Freund Jon Hendricks ausgewählt und zu einer Ausstellung arrangiert. Mehr Information www.kunsthaus.ch

 

Copyright Text: Kunsthaus Zürich


Hyperreal. The Art of Trompe l’Oeil

16 March - 22 May 2022

Museo Nacional Thyssen-Bornemisza

Anonymous Spanish artist
Still Life with Books, 1630-1640
Staatlichen Museen zu Berlin. Gemäldegalerie, Berlin. Photo: ©Staatlichen Museen zu Berlin. Gemäldegalerie

 

Painting images that are impossible to distinguish from reality has been a challenge for artists
of all periods. The ability to deceive the viewer by making the painted seem real through the
laws of optics and perspective is a visual game of which the earliest examples are known from
descriptions in Greek literary texts. Since then, trompe l’oeil has been extensively present in the
arts, particularly flourishing in periods such as the Renaissance and Baroque, after which it
declined with Romanticism but never disappeared from the artistic repertoire.

The exhibition Hyperreal. The Art of Trompe l’Oeil, organised with the collaboration of the
Comunidad de Madrid, offers a reassessment of the genre through more than 100 works of high
quality loaned from museums and private collections around the world which exemplify the
themes most widely encountered in easel paintings of this type. The chronological span
encompasses the 15 th to 21 st centuries but the works are presented in terms of content and
compositional format rather than by date of execution in order to emphasise the continuity of
the genre, which is still in use today. Further Information https://www.museothyssen.org/

 

Copyright Text: Museo Nacional Thyssen-Bornemisza


Carlos Bunga

18. Februar bis 22. Mai 2022

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Carlos Bunga, Installationsansicht, © Secession, 2021, Foto: Iris Ranzinger

Das Noma­di­sche bezeich­net Carlos Bunga (*1976) als charak­te­ris­tisch für sich und seine Arbeit. Insta­bi­li­tät des Lebens­raums, Vertrei­bung und Migra­tion wirken prägend auf das Werk des Künst­lers, dessen Mutter wegen des Bürger­kriegs in Angola nach Portu­gal floh. Bungas archi­tek­to­ni­sche Instal­la­tio­nen hinter­fra­gen die Vorstel­lung von Sicher­heit und Gewiss­heit der mensch­li­chen und mate­ri­el­len Exis­tenz und setzen ihr die stetige Verän­de­rung als einzige Konstante entge­gen. Seine orts­spe­zi­fi­schen Arbei­ten verdop­peln den Raum, in dem sie gezeigt werden: Sie stel­len sich vor die Mauern, verde­cken und verwan­deln sie und ermög­li­chen ein Zwie­ge­spräch der Archi­tek­tu­ren. Bunga verwen­det für seine monu­men­ta­len Werke einfa­che Mate­ria­lien wie Karton­plat­ten und Klebe­band. Die Alltäg­lich­keit des Mate­ri­als, das meist in Verbin­dung mit Aufbe­wah­rung und Trans­port steht, bildet eine Brücke zur unmit­tel­ba­ren Reali­tät des Lebens. Für die Rotunde der Schirn Kunst­halle Frank­furt entwi­ckelt der Künst­ler eine neue Instal­la­tion, die auf die spezi­fi­sche Archi­tek­tur des öffent­lich zugäng­li­chen Ortes reagiert. Alte Möbel­stü­cke bilden die Grund­mau­ern einer bis unter die Glas­kup­pel wach­sen­den Karton­ar­chi­tek­tur. Durch die Bege­hung des Raums wird dieser akti­viert. Die räum­li­che Quali­tät der Arbeit eröff­net eine sowohl körper­li­che als auch mentale Erfah­rung. Besu­che­rin­nen und Besu­cher können sich als leben­di­ger Teil der Gegen­wart zwischen der in Stein gefass­ten Vergan­gen­heit und der Idee einer mögli­chen Zukunft bewe­gen. Bungas Arbeit in der Rotunde tritt so in Dialog mit der Ausstel­lung „WALK!“, die zeit­gleich in der Schirn präsen­tiert wird und das Gehen in der zeit­ge­nös­si­schen Kunst in den Fokus stellt.

Mehr Information www.schirn.de

 

Copyright Text: Schirn Kunsthalle Frankfurt


MARGARET UND CHRISTINE WERTHEIM

Wert und Wandel der Korallen

29. JANUAR – 26. JUNI 2022

Museum Frieder Burda Baden-Baden

Christine und Margaret Wertheim
CCR Branched Anemone Garden Stheno (Detail)

 

Die Nesseltiere sterben. Überall kommen Korallen durch globale Erwärmung zu Tode. Die in Australien geborenen und in Kalifornien lebenden Schwester-Künstlerinnen Margaret und Christine Wertheim finden sich mit dem Verlust nicht kampflos ab, sondern begegnen ihm mit einer fabelhaften Welt, die in traditionellen handarbeitlichen Techniken entstanden ist: Ihre gehäkelten Riffe schillern und schwelgen in Farben und Formen, die vom Great Barrier Reef inspiriert sind.


Nach dem Vorbild der lebendigen Riffe, denen sie nachstreben, haben die Schwestern ein kooperatives Installationswerk gestaltet, an dem über 20.000 Menschen in fünfzig Städten und Ländern mitwirkten. Kunst, Naturwissenschaft, Mathematik und gemeinschaftliche Praxis kommen zur Synthese in einer Arbeit, in der die Möglichkeiten der Handarbeit ebenso reflektiert sind wie die verborgene Geschichte der Nutzung handwerklicher Techniken für die wissenschaftliche Darstellung. Mehr Information www.museum-frieder-burda.de

 

Copyright Text: Museum Frieder Burda