Auf meiner Webseite präsentiere ich einen kleinen Querschnitt weltweit stattfindender Kulturereignisse.

"Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit"                        Friedrich Schiller

Viel Spaß beim Lesen.


Viele Museen zeigen ihre Ausstellungen auch online

Ausstellungen 2022

FREI. SCHAFFEND.

Die Malerin Ottilie W. Roederstein

20. JULI 2022 – 16. OKTOBER 2022

Städel Museum

Ottilie W. Roederstein (1859–1937)
Selbstbildnis mit weißem Hut, 1904
Öl auf Leinwand
55,3 × 46,1 cm
Städel Museum, Frankfurt am Main
Foto: Städel Museum

Ottilie W. Roederstein (1859–1937)
Die Verlobten
1897
Tempera auf Holz
39,5 × 46,5 cm
Kunsthaus Zürich, 1897


Die deutsch-schweizerische Malerin Ottilie W. Roederstein (1859–1937) zählte zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Zeit um 1900. Diesen Sommer präsentiert das Städel Museum eine umfassende Retrospektive, die mit 75 Gemälden und Zeichnungen einen Überblick über die künstlerische Entwicklung der stilistisch vielseitigen Malerin gibt. Nach Ausbildungsstationen in Zürich, Berlin und Paris lebte Roederstein ab 1891 in Frankfurt am Main. 1909 ließ sie sich mit ihrer Lebensgefährtin, der Gynäkologin Elisabeth H. Winterhalter, im benachbarten Hofheim am Taunus nieder. Roederstein war als freischaffende Porträtmalerin eine feste Größe im männlich dominierten Kunstbetrieb und setzte sich selbstbewusst über die vorherrschenden gesellschaftlichen Normen hinweg. Ihre Werke wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen, von Zürich über Paris und Frankfurt bis nach London und Chicago, gezeigt und fanden große Anerkennung. Heute ist die Malerin trotz ihrer regen Ausstellungstätigkeit und ihres einstigen Renommees einem größeren Publikum nahezu unbekannt. Das Schaffen von Ottilie Roederstein ist von der Geschichte des Städel Museums und der Stadt Frankfurt nicht zu trennen. Nur wenige Meter lagen zwischen ihrem Atelier in der Städelschule und dem Museum, das sie regelmäßig besuchte und von dessen Sammlung sie sich inspirieren ließ. Ihre eigenen Werke fanden schon zu Lebzeiten Eingang in die Sammlung. 1902 erwarb das Städel Museum Roedersteins Gemälde Lesende alte Frau als erstes Werk einer zeitgenössischen Künstlerin. Die Grundlage der Ausstellung bildet demnach die Sammlung des Städel Museums, die mit 28 Werken der Künstlerin neben dem Stadtmuseum Hofheim am Taunus und dem Kunsthaus Zürich über einen der bedeutendsten Bestände verfügt. Mehr Information www.staedelmuseum.de

 

Copyright Text: Städel Museum


Mein Liebermann

Eine Hommage

20.07.2022 bis 13.11.2022

Alte Nationalgalerie Berlin

Max Liebermann, Flachsscheuer in Laren, 1887, Öl auf Leinwand © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger

Max Liebermann, Haus am Wannsee, 1926, Öl auf Holz © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Jörg P. Anders


Anlässlich des 175. Geburtstags von Max Liebermann am 20. Juli 2022 rückt die Alte Nationalgalerie mit einer multimedialen Intervention Schlüsselwerke des bedeutenden Impressionisten aus der Dauerausstellung in den Fokus. In Videos mit kurzen Statements sprechen Menschen aus unterschiedlichster Perspektive – die Museumsaufsicht aus der Alten Nationalgalerie genauso wie die Künstlerin Valerie Favre oder der Filmschauspieler Tom Schilling – über ihre persönliche Begeisterung für Liebermann. Die Intervention beleuchtet 13 Werke der Sammlung der Nationalgalerie aus sehr individuellen Blickwinkeln und regt die Besucher*innen zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Ausnahmekünstler an.

Mehr Information www.smb.museum/home/

 

Copyright Text: smb museum

 


DIE MALER DES HEILIGEN HERZENS.

André Bauchant, Camille Bombois, Séraphine Louis, Henri Rousseau und Louis Vivin

16.07. 20.11.2022

Museum Frieder Burda

Ausstellungsansicht Museum Frieder Burda „Die Maler des Heiligen Herzens“ Foto: Nicolay Kazakov Werke von Camille Bombois

 

Die Ausstellung rückt das Werk der großen französischen Autodidakten des beginnenden 20.
Jahrhunderts in ein neues Licht. Von der Großstadt bis zur Natur, ihren Blumen, Blüten und
Früchten, von den Verlockungen eines nicht-bürgerlichen Lebens bis hin zu mythologischen
und religiösen Szenen: Anhand ausgewählter Werke, hauptsächlich aus der Sammlung
Charlotte Zander (1930 - 2014), eröffnet sie den Kosmos der Lebens- und Phantasiewelten
dieser Malerinnen und Maler, die neben ihrer bürgerlichen Existenz die künstlerische
Betätigung suchten. Immer im Hintergrund: Der bedeutende deutsche Kunsthistoriker Wilhelm
Uhde (1874 in Friedeberg/Neumark 1947 in Paris), der mit seiner Kritik an der Kälte der
Moderne genau in ihrem Werk die ungebrochene Authentizität fand, die er so leidenschaftlich
suchte. Mehr Information www.museum-frieder-burda.de

 

Copyright Text: Museum Frieder Burda


«Federico Fellini – Von der Zeichnung zum Film»

1. Juli bis 4. September 2022

Kunsthaus Zürich

Deutsches Filmplakat zu «Amarcord», 1975 Offsetdruck, 83,7 x 59,2 cmSammlung des Deutschen Plakat Museums im Museum Folkwang, Essen


Vom 1. Juli bis 4. September 2022 zeigt das Kunsthaus Zürich anhand von rund
500 Exponaten, wie der legendäre italienische Filmemacher Federico Fellini
die Szenen und Charaktere seiner Filme in Zeichnungen entwickelte. In einem
solch aussergewöhnlich grossen Umfang waren viele der aus Privatbesitz
stammenden Blätter seit bald 40 Jahren nicht mehr in der Schweiz zu sehen.
Federico Fellini (1920–1993) zählt zu den bedeutendsten Regisseuren der
Filmgeschichte. Produktionen wie «La strada» (1954), «La dolce vita» (1960),
«Amarcord» (1973) und «La città delle donne» (1980) sind Filmklassiker, die unter
internationalen Kulturschaffenden diskutiert und vom Publikum gefeiert werden.
Ihre Themen reflektieren mit Prägnanz die italienische Gesellschaft, aber auch
westliche Wertevorstellungen des 20. Jahrhunderts. Was bisher wenig bekannt
ist: Fellini war von Jugend an auch ein unermüdlicher Zeichner, der seine Träume
und Ideen zuerst mit Filzstift, Kugelschreiber oder Fineliner auf Papier skizzierte,
bevor er sie am Set in Szene setzte und auf Zelluloid bannte.

Mehr Information www.kunsthaus.ch

 

Copyright Text: Kunsthaus Zürich

 

 


Die Form der Freiheit

Internationale Abstraktion nach 1945

4. Juni bis 25. September 2022

Morris Louis
Saf Heh, 1959
Magna auf Leinwand
248 x 352 cm
ASOM Collection
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022

 

Judit Reigl
Dominanzzentrum, 1958
Öl auf Leinwand
191 x 181 cm
Centre Pompidou, Musée national d’art moderne/Centre de création industrielle, Paris, Schenkung der Künstlerin 2011
© VG Bild-Kunst, Bonn 2022  
Bild: © bpk / CNAC-MNAM / Georges Meguerditchian

 


Ab dem 4. Juni 2022 zeigt das Museum Barberini die Ausstellung Die Form der Freiheit.
Internationale Abstraktion nach 1945
. Sie widmet sich den beiden wichtigsten
Strömungen der Abstraktion nach Ende des Zweiten Weltkriegs: dem Abstrakten

Expressionismus in den USA und der informellen Malerei in Westeuropa. Als erste

Ausstellung erkundet
Die Form der Freiheit diesen transatlantischen Dialog der
Kunst von Mitte der 1940er Jahre bis zum Ende des Kalten Krieges.

Gezeigt werden rund 100 Arbeiten von über 50 Künstlerinnen und Künstlern, darunter

Sam Francis, Helen Frankenthaler, K. O. Götz, Georges Mathieu, Lee Krasner, Ernst

Wilhelm Nay, Mark Rothko, Jackson Pollock, Judit Reigl und Clyfford Still. Die Leihgaben

kommen aus mehr als 30 internationalen Museen und Privatsammlungen, darunter

der Kunstpalast Düsseldorf, die Tate Modern in London, das Museo nacional Thyssen-

Bornemisza in Madrid, das Metropolitan Museum of Art und das Whitney Museum

of American Art in New York, das Centre Pompidou in Paris, die Peggy Guggenheim

Collection in Venedig sowie die National Gallery of Art in Washington, D.C.

Nach der ersten Station in Potsdam wird die Ausstellung an der Albertina modern

in Wien sowie dem Munchmuseet in Oslo zu sehen sein.

Ausgangspunkt für die Schau im Museum Barberini ist die Sammlung Hasso Plattner,

die bedeutende Arbeiten von Norman Bluhm, Sam Francis und Joan Mitchell umfasst.

Mehr Information www.museum-barberini.de

 

Copyright Text: Museum Barberini


HERBERT LIST. DAS MAGISCHE AUGE

14. MAI BIS 11. SEPTEMBER 2022

Bucerius Kunst Forum Hamburg

Herbert List: Unter dem Poseidontempel, Sounion, um 1936
Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie
© Herbert List Estate / Magnum Photos / Agentur Focus

Herbert List: Geist des Lykkabettos, Athen 1937, Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv List
© Herbert List Estate / Magnum Photos / Agentur Focus


Das Bucerius Kunst Forum präsentiert die erste internationale Retrospektive zu Herbert List (1903 – 1975) seit über zwei Jahrzehnten im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg. Mit rund 240 Vintage Prints, Erstausgaben von Publikationen und nur selten gezeigten Reportage-Fotografien bietet sie einen einmaligen Überblick zum Œuvre des Hamburger Magnum-Fotografen. Die Zusammenarbeit mit dem Herbert List Estate und dem Münchner Stadtmuseum sowie die gemeinsame Kuration von Kathrin Baumstark, Direktorin des Bucerius Kunst Forums, und Ulrich Pohlmann, Leiter der Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum, hat dies ermöglicht.

 

Herbert List, 1903 als ältester Sohn eines Kaffeehändlers in Hamburg geboren, geht seinem frühen Interesse für Kunst und Fotografie ab 1930 intensiver nach und entscheidet sich 1936 für eine Fotografen-Laufbahn. Die Bedrohung durch die Nationalsozialisten als homosexueller Mann mit einem jüdischen Großvater veranlasst ihn 1936, Deutschland zunächst zu verlassen und nach Paris zu gehen. 1937 bricht er erstmals für einige Monate nach Griechenland auf, wohin er im Laufe seines Lebens immer wieder zurückkehren wird. Um einer Verhaftung in Griechenland zu entgehen, lässt er sich 1941 in München nieder. Die Stadt wird sein Lebenszentrum und Ausgangspunkt für seine zahlreichen Reisen.

 

Mehr Information www.buceriuskunstforum.de

 

Copyright Text: Bucerius Kunst Forum