Auf meiner Webseite präsentiere ich einen kleinen Querschnitt weltweit stattfindender Kulturereignisse.

"Die Kunst ist eine Tochter der Freiheit"                        Friedrich Schiller

Viel Spaß beim Lesen.


Viele Museen zeigen ihre Ausstellungen auch online

Ausstellungen 2021

Moderne Zeiten Industrie im Blick von Malerie und Fotografie

Bis 26. September 2021 Bucerius Kunst Forum Hamburg

Bernd und Hilla Becher: Förderturm, Fosse Noeux no. 13, Frankreich, 1972 © Estate Bernd & Hilla Becher, represented by Max Becher; courtesy Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur – Bernd and Hilla Becher Archive, Cologne

Oskar Nerlinger: An die Arbeit, 1930, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) © S. Nerlinger Foto: Punctum/Bertram Kober

Bis zum 26. September 2021 zeigt das Bucerius Kunst Forum eine umfassende Schau zur Darstellung von Industrie in Malerei und Fotografie – ein absolutes Novum. Nie zuvor wurde die künstlerische Auseinandersetzung mit der Entstehung und Entwicklung von Industrie und den damit einhergehenden Wandel von Landschaft und Arbeit im Dialog der beiden Medien beleuchtet.

Moderne Zeiten. Industrie im Blick von Malerei und Fotografie versammelt knapp 30 Gemälde und rund 170 Fotografien und spannt einen zeitlichen Bogen vom Beginn der Industrialisierung bis heute, von der Romantik bis zur zeitgenössischen Fotografie. Bildgewaltig macht die Ausstellung deutlich, wie sich die künstlerische Industriedarstellung über einen Zeitraum von 175 Jahren verändert hat und dokumentiert damit zugleich eindrucksvoll die Geschichte der Industrie in Europa und schlaglichtartig darüber hinaus. Zu sehen sind Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern wie Adolph von Menzel, Léon-Auguste Mellé, Hugo van Werden, Albert Renger-Patzsch, August Sander, Conrad Felixmüller, Oskar Nerlinger, Franz Radziwill, Walker Evans, Otto Steinert, Evelyn Richter, Bernd und Hilla Becher, Robert Voit, Heinrich Heidersberger, Thomas Struth oder Inge Rambow.

Mehr Information www.buceriuskunstforum.de

 

Copyright Text: Bucerius Kunst Forum


Erwin Olaf

Unheimlich schön

Der Schriftzug am Eingang der Kunsthalle München. © Patricia Sigerist  

Eine ausführliche Biografie begrüßt die Besucher am Anfang der Ausstellung.

© Patricia Sigerist


14. Mai bis 26. September 2021

Kunsthalle München

 

April Fool 2020
11.30am
2020
© Erwin Olaf
Courtesy Galerie Ron Mandos Amsterdam

In den Niederlanden gehört der Fotograf Erwin Olaf (*1959) zu den berühmtesten Künstlern der Gegenwart. Nun widmet ihm die Kunsthalle München die erste große Retrospektive in Deutschland. Ausgewählte Fotografien, Videos, Skulpturen und Multimediainstallationen aus vierzig Schaffensjahren zeigen in loser Chronologie Olafs Entwicklung vom analog zum digital arbeitenden Künstler, vom rebellischen Foto-Journalisten der 1980er- zum raffinierten Geschichtenerzähler der 2000er-Jahre.

 

INSZENIERTE WELTEN
Erwin Olaf ist ein Meister der inszenierten Fotografie. Für die Verwirklichung seiner Serien arbeitet er unter anderem mit Bühnen- und Maskenbildner*innen zusammen. Er erschafft eigene Welten, die unserer Alltagswelt zum Verwechseln ähneln und dennoch Rätsel aufgeben. Hinter ihrer makellos-plakativen, aus Film- und Werbeindustrie entlehnten Ästhetik werden gesellschaftskritische Fragen nach Selbstbestimmung, Gleichberechtigung oder Demokratie verhandelt. Bewusst gestaltet Olaf die Erzählungen seiner Bilder bedeutungsoffen: Es bleibt den Betrachter*innen überlassen, sich den Anspielungen gegenüber zu öffnen und die Leerstellen mit eigenen Assoziationen und Interpretationen zu füllen.

Mehr Information www.kunsthalle-muc.de

 

Copyright Text: Kunsthalle München


Night Fever: Designing Club Culture

On now until Sunday, 9 January 2022,
V&A Dundee

 

Night Fever: Designing Club Culture is the first major exhibition exploring the relationship between club culture and design from the 1960s to today.

Palladium, New York, 1985.

Discotheque Flash Back, Borgo San Dalmazzo, ca. 1972.


Delving into iconic clubs in New York, Paris, Florence, Manchester, London, Beirut, Berlin – and towns and cities across Scotland – the exhibition uncovers the progressive and subversive history of nightclub design, and its far-reaching influence on popular culture.

As spaces for adventure and escape, nightclubs have always encouraged experimental and radical design – from Studio 54 to the Haçienda. Discover how architecture, art, fashion, graphics, lighting, performance and sound all come together to create an immersive sensory experience where design, music and technology meet on the dancefloor.Further Information www.vam.ac.uk/dundee

 

Copyright Text/Photos: V&A Dundee


Spätgotik. Aufbruch in die Neuzeit

1. Mai bis 5. September 2021 Berlin, Gemäldegalerie

Peter Hemmel, Glasmalerei mit der Heiligen Katharina, Straßburg, 1481, © Hessisches Landesmuseum Darmstadt

Albrecht Dürer, Christus in der Rast, Nürnberg, um 1492/93, © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / Annette Fischer / Heike Kohler


Mit der ersten umfassenden Ausstellung widmet sich die Berliner Gemäldegalerie der Kunst der Spätgotik im deutschsprachigen Raum. Angeregt durch niederländische Entwicklungen veränderten sich ab den 1430er-Jahren die künstlerischen Ausdrucksmittel: Licht und Schatten, Körper und Raum wurden zunehmend wirklichkeitsnah dargestellt. Mit der Erfindung der Drucktechnik fanden diese Neuerungen eine massenhafte Verbreitung. Trotz ihrer religiösen Zweckbestimmung wurden Bilder immer stärker als Kunst wahrgenommen; Künstler erlangten überregionale Berühmtheit. Mit rund 130 Objekten hochkarätige Leihgaben sowie zentrale Werke aus den Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin werden in der Gegenüberstellung verschiedener Kunstgattungen die medialen Innovationen des 15. Jahrhunderts und die Kunst der Spätgotik in ihrer Vielfalt erlebbar. Mehr Information www.smb.museum/home/

 

Copyright Text: smb museum


Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde

Die Ausstellung „Russischer Impressionismus“, eine Kooperation mit dem Museum Barberini in Potsdam, nun zuerst in Baden-Baden und danach in Potsdam

bis 15. August 2021

Alexej von Jawlensky, Andrei und Katja, 1905 Sammlung Iveta und Tamaz Manasherov, Moskau

Nicolas Tarkhoff, Karnevalstag in Paris, 1900, Öl auf Leinwand, 100 x 65 cm, Staatliche Tretjakow-Galerie, Moskau


Das Ausstellungsprojektstellt eine enge Kooperationmit dem Museum Barberini in Potsdam in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Tretjakow -Galerie dar. Corona-bedingt wird sie nun zuerst in Baden-Baden und ab Herbst in Potsdam zu sehen sein. Das kooperative Einverständnis der Moskauer Tretjakow-Galerie, die vielen hochkarätigen Ausleihen bis in den Winter zu verlängern, hat dies möglich gemacht. Mehr Information www.museum-frieder-burda.de
 

Copyright Text: Museum Frieder Burda


Anselm Kiefer

bis 22. August 2021

Die Kunsthalle Mannheim widmet einem der berühmtesten deutschen Nachkriegskünstler eine große Sonderausstellung

Installationsansicht „Anselm Kiefer“ Palmsonntag, 2007, Kiefer-Sammlung Grothe im Franz Marc Museum; Schwarze Flocken, 2006, Kiefer-Sammlung Grothe in der Kunsthalle Mannheim © Anselm Kiefer; Foto: Patricia Sigerist

In ihrer Ausstellung zeigt die Kunsthalle Mannheim Werke von einem der bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart: Anselm Kiefer. In seinem Werk setzt er sich mit existentiellen Fragestellungen auseinander. Politik, Religion, Mystik, Alchemie und Kosmologie bilden die Themenkomplexe, mit denen Kiefer sich in seinen Skulpturen und Gemälden beschäftigt. Anselm Kiefer erlangte große Bekanntheit, indem er die Tabus der deutschen Nachkriegszeit offensiv anging und in seiner Kunst die emotionale Zerrissenheit kultureller Identität gegenüber der Verstrickung in historische Schuld darstellte. Seit seinem Umzug nach Frankreich 1993 widmet er sich verstärkt der Verbindung von jüdischer und christlicher Religion, den Mythen und mystischen Lehren der Weltkulturen sowie den Medien der Erinnerungskultur.

Mehr Information www.kuma.art/de

 

Copyright Text: Kunsthalle Mannheim

Anselm Kiefer Sefiroth 2000

Sammlung Grothe

in der Kunsthalle Mannheim

© Anselm Kiefer

Foto: Kunsthalle Mannheim; Rainer Dieh


GILBERT & GEORGE THE GREAT EXHIBITION

Verlängert bis 5. September 2021

Gilbert George BEARDARY 2016 Gilbert & George, BEARDARY, 2016, 380 x 677 cm, Courtesy of Gilbert & George and Galerie Thaddaeus Ropac, London. Paris. Salzburg

Gilbert & George, 2015, Foto: Tom Oldham


Seit über einem halben Jahrhundert schaffen Gilbert & George gemeinsam Kunst. Ihr herausragendes Œuvre ist bis heute von ungebrochener Brisanz und Bedeutung. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem bildgewaltigen und bisweilen provokativen Universum desexzentrischen Londoner Künstlerduos eine umfangreiche Retrospektive mit Werken von 1971 bis 2019. Gleichzeitig Subjekt und Objekt ihrer Arbeit, bilden Gilbert & George eine vollkommene künstlerische Einheit, die nicht zwischen Kunst und Leben unterscheidet. Als Living Sculptures verkörpern sie ihre Kunst und sind Thema und Gegenstand ihrer großformatigen Collagen und gerasterten Bildwelten. Ihr Werk kreist um Tod, Hoffnung, Leben, Angst, Sex, Geld und Religion. Es sind auch gesellschaftliche Themen, die sie in ihrer Widersprüchlichkeit zeigen: zugleich fröhlich und tragisch, grotesk und ernst, surreal und symbolisch. Das Duo befasst sich mit dem, was beunruhigt. Ihr Ziel ist es dabei nicht zu schockieren, sondern vielmehr unter ihrem Credo „Kunst für alle“ sichtbar zu machen, was sich in der Welt abspielt. Punks und Hipster, Autoritäten und Außenseiter, Schlagzeilen und Werbung überall mischen sich Gilbert & George ein. Ihr Werk fordert das Weltbild heraus und erweist sich darin immer wieder von Neuem als zukunftsweisend. Eine Ausstellung der Luma Foundation und des Moderna Museet, Stockholm in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Mehr Information www.schirn.de

 

Copyright Text: Schirn Kunsthalle Frankfurt


MAGNE­TIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALE­REI 1910-1940

Verlängert bis 29. August 2021

Emily Carr. Trees in the Sky, 1939. Öl auf Leinwand, 111.6 × 68.7 cm, Schenkung von Richard M. Ivey, 2008. Foto © Art Gallery of Ontario 2008/224

Lawren S. Harris (1885 -1970) Mt. Lefroy, 1930, oil on canvas 133.5 x 153.5 cm, Purchase 1975, McMichael Canadian Art Collection, 1975.7 © Family of Lawren S. Harris



Uralte Wälder in entle­ge­nen Regio­nen, majes­tä­ti­sche Ansich­ten der Arktis, die Magie der Nord­lich­ter: Die Male­rei der kana­di­schen Moderne entwirft ein mythi­sches Kanada. Voller bild­ne­ri­scher Expe­ri­men­tier­freude reis­ten Anfang des 20. Jahr­hun­derts Künst­le­rin­nen und Künst­ler wie Fran­klin Carmi­chael, Emily Carr, J. E. H. MacDo­nald, Lawren S. Harris, Edwin Holgate, Arthur Lismer, Tom Thom­son oder F. H. Varley aus den Städ­ten tief hinein in die Natur, auf der Suche nach einem neuen male­ri­schen Voka­bu­lar für die kultu­relle Iden­ti­tät der jungen Nation. In einer verfüh­re­ri­schen visu­el­len Spra­che verkör­pern diese Gemälde und Skiz­zen den Traum einer „neuen“ Welt und zeich­nen ein Idyll der über­wäl­ti­gen­den Land­schaft jenseits der Reali­tät der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung und des moder­nen Stadt­le­bens sowie der expan­die­ren­den indus­tri­el­len Nutzung der Natur. Die umfas­sende Ausstel­lung beleuch­tet mit rund 90 Gemäl­den und Skiz­zen sowie Video­ar­bei­ten und doku­men­ta­ri­schem Mate­rial die in Kanada über­aus popu­lä­ren Werke der Künst­le­rin­nen und Künst­ler rund um die Group of Seven. Dabei wird ihr künst­le­ri­sches Wirken auch einer kriti­schen Revi­sion unter­zo­gen, indem aktu­elle Indi­gene Perspek­ti­ven, u. a. der Algon­quin-fran­zö­si­schen Künst­le­rin Caro­line Monnet oder der Anis­hina­abe-Filme­ma­che­rin Lisa Jack­son einbe­zo­gen werden. Mehr Information www.schirn.de

 

Copyright Text: Schirn Kunsthalle Frankfurt


Mit allen Sinnen! Französischer Impressionismus

Staatsgalerie Stuttgart verlängert bis September 2021

Seit den 1860er-Jahren entwickelt ein kleiner Kreis befreundeter junger Künstler um Claude Monet, Camille Pissarro und Auguste Renoir eine völlig neue Art der Malerei. Als Impressionismus ist die zum Synonym für eine ganze Epoche der Kunst des 19. Jahrhunderts geworden. Mit schnell und direkt vor dem Motiv realisierten Gemälden werden neue Themen und Wahrnehmungen künstlerisch darstellbar. Scheinbar alltägliche Szenen und vermeintlich belanglose Landschaften entwickeln sich vor den Augen des Betrachters zu lebendigen Ereignissen. Der Moment des Malens und der Augenblick der Betrachtung scheinen untrennbar zu sein.

Die Ausstellung lädt ihre Besucherinnen und Besucher ein, sich auf das sinnliche Sehen und Erleben einzulassen. Manets Flieder ist in der Kontemplation des kleinen Kabinettraumes ebenso »riechbar« wie Degas' körperliche Sinnlichkeit in der Selbstverliebtheit der Tänzerinnen »spürbar« und Gauguins gleißendes Sonnenlicht bei den Heuerinnen »hörbar« ist. Es ist ein Lustwandeln in einer assoziativen Gefühlswelt.

Mit 60 Exponaten, von denen 33 aus anonymen Privatsammlungen kommen und bisher selten bis noch nie ausgestellt worden sind, zeigt die Ausstellung Werke von Manet, Renoir, Monet, Pissarro, Sisley und Degas sowie auch Berthe Morisot, Gustave Caillebotte, Jean-Louis Forain, Paul Gauguin und der Künstlerin Mary Cassatt, die eine enge Weggefährtin von Degas ist. Mehr Information www.staatsgalerie.de

 

Copyright Text/Video: Staatsgalerie Stuttgart