Wien

Animalia. Von Tieren und Menschen

27. März bis 30. August 2026

Heidi Horten Collection


Marc Chagall, L'âne vert, ca. 1936, Heidi Horten Collection, © Bildrecht Wien, 2026  

Roy Lichtenstein,  Forest Scene, 1980, Heidi Horten Collection, © Estate of Roy Lichtenstein / Bildrecht Wien, 2026 

 

Mit der Ausstellung Animalia. Von Tieren und Menschen untersucht die Heidi Horten Collection das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Der aus der Biologie entlehnte Begriff Animalia dient dabei als Leitgedanke einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Umgang des Menschen mit dem Tier, der sich in über 100 Kunstwerken aus dem 20. und 21. Jahrhundert spiegelt.

Abgeleitet von anima, dem lateinischen Wort für Atem oder Seele, umfasst der vom Naturforscher Carl von Linné (1707–1778) geprägte Terminus Animalia Mensch und Tier gleichermaßen. Im Kontrast zu diesem Modell der Gleichrangigkeit ist der Umgang des Menschen mit dem Tier von einer deutlichen Hierarchie geprägt.

Als vermeintlicher „Höhepunkt der Evolution“, als Wesen der Vernunft, das sich über die tierische Welt erhebt, weist der Mensch dem Tier ambivalente Rollen zu. Künstlerische Repräsentationen, die diese unterschiedlichen Zuschreibungen sichtbar machen, sagen dabei viel über den Menschen selbst aus, sie erlauben Rückschlüsse auf sein Selbstverständnis und seine Methoden der Projektion. So ist der Mensch in jedem Bild des Tieres bereits präsent – selbst dann, wenn er nicht Teil der Darstellung ist.

Die Ausstellung geht der Frage nach, welche sozialen, gesellschaftlichen und historischen Strukturen in den Darstellungen von Tieren eingeschrieben sind. Sie spannen den Bogen von der Idee des „besten Freundes des Menschen“ über die Vermenschlichung und Verdinglichung des Tiers bis hin zu seiner Ausbeutung. Gleichzeitig erlaubt die Ausstellung den Ausblick auf ANIMALIA als gedankliches Experiment – über eine gemeinsame biologische Kategorie hinaus – als Prinzip eines gemeinsamen Lebensmodells, das Tiere als Mitgeschöpfe und Mitakteure denkt.

Mehr www.hortencollection.com

 

Copyright Text: Heidi Horten Collection

 


KAWS

Art & Comix

3. April 2026 – 27. September 2026

ALBERTINA MODERN

KAWS
TIME OFF, 2021
135 x 188 x 99 cm, Bronze, Farbe
Privatsammlung © KAWS
Foto: Courtesy KAWS Studio

KAWS. Art & Comix untersucht die Wechselwirkung von Comics, Bildergeschichten, Cartoons und
Kunst. Die Ausstellung rückt den US-amerikanischen Künstler KAWS in einen Dialog mit
ausgewählten Positionen der Gegenwart und betont die künstlerische Autonomie seiner Charaktere,
die Pop-, kommerzielle und öffentliche Kunst miteinander verbinden.
Comics tragen die Kennzeichen einer universalen Sprache und existieren in vielen Kulturen als eine
eingängige Art Geschichten grafisch, in Wort und Bild, zu erzählen. Jean-Michel Basquiat und Ad
Reinhardt entwerfen als bildende Künstler nahezu klassische Comics. Karikatur, Satire und eine
kaderförmige Narration in Frames waren auch schon vor der Erfindung der Kamera und des
(Animations-)Filmes eine attraktive Art, Geschichten zu vermitteln: grenzüberschreitend und
transnational, sprechen sie alle Altersgruppen und Gesellschaftsschichten gleichermaßen an. Ab den
1960er-Jahren stellen Künstler*innen wie Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, H.C. Westermann und
Keith Haring die Grenze zwischen High & Low Art radikal in Frage. Prominente Positionen der
Gegenwartskunst reichen von KAWS und Joyce Pensato über Cosima von Bonin bis Peter Saul. KAWS,
der in den 1990er-Jahren als Graffiti-Künstler arbeitete, übermalte Plakate und Werbung im
öffentlichen Raum, indem er die Gesichter auf Postern mit seinen typischen Markierungen,
durchkreuzten Augen, versah. Besonders bekannt ist er für seine überdimensionierten figurativen
Skulpturen aus verschiedensten Materialien wie Bronze oder Holz, häufig Inflatables, im öffentlichen
Raum.

Mehr www.albertina.at

 

Copyright Text: ALBERTINA MODERN


Mehr Ausstellungen

https://www.belvedere.at/

 

https://www.khm.at/

 

https://www.leopoldmuseum.org/

 

https://www.mumok.at/

 

https://www.fotoarsenalwien.at/de/

 

https://www.mak.at/