Viele Museen zeigen ihre Ausstellungen auch online

Wien

The 80s.

Die Kunst der 80er Jahre

10. Oktober 2021 bis 13. Februar 2022

Die Ausstellung „The 80s“ in der ALBERTINA MODERN präsentiert über 160 Arbeiten
von KünstlerInnen, die nicht nur dieses Jahrzehnt bestimmten, sondern deren Schaffen
weit in die Kunst des 21. Jahrhunderts vorausreicht.

Gilbert & George
We Are, 1985
Handgefärbte Schwarz-Weiß-Fotodrucke
Collection Thaddaeus Ropac, London · Paris · Salzburg · Seoul © Gilbert & George / © Bildrecht, Wien 2021

Keith Haring
Untitled, 1983
Acryl auf Leder
Private Collection © Keith Haring Foundation | Courtesy of Martos Gallery


Die 80er-Jahre sind das wichtigste Jahrzehnt für die Kunst unserer Zeit. Erstmals dominiert nicht mehr ein alles bestimmender Stil wie Abstraktion oder Pop Art. Die 80er sind geprägt von einem noch nie dagewesenen Stilpluralismus, der sich des Bildfundus vergangener Jahrhunderte bedient: Die 80er sind die Geburtsstunde der Postmoderne. Nach den Jahren von Minimalismus und Konzeptkunst befriedigen die Neuen Wilden mit ihrer neoexpressiven Malerei den Hunger nach Bildern. Jeff Koons entdeckt den Kitsch. Francesco Clemente bemüht die antike Mythologie, während Julian Schnabel mit seinen Materialcollagen das Ideal des reinen Bildes zertrümmert. Cindy Sherman und Robert Longo enttäuschen die Erwartungshaltung von permanenter künstlerischer Innovation und attackieren den Fetisch der Originalität von Kunst. Jean-Michel Basquiat und Keith Haring avancieren zum Inbegriff der nicht angepassten Kunst. Die feministische Kunst von Barbara Kruger und Jenny Holzer erklärt der männlichen Dominanz und der konsumfixierten amerikanischen Gesellschaft den Krieg. Und erstmals fügt sich die österreichische Kunst von Franz West, Brigitte Kowanz oder Erwin Wurm nahtlos in die internationale Kunst ihrer Zeit.

Mehr Information www.albertina.at/albertina-modern/

 

Copyright Text: Albertina Modern


TIZIANS FRAUENBILD

Schönheit – Liebe – Poesie

5. OKTOBER 2021 BIS 16. JÄNNER 2022

Tiziano Vecellio, gen. Tizian (Pieve di Cadore um 1488–1576
Venedig)
Junge Frau bei der Toilette
um 1515
Leinwand, 99 × 76 cm
Musée du Louvre, Département des Peintures, Paris
© RMN-Grand Palais (musée du Louvre) / Franck Raux

Im Herbst stehen im Kunsthistorischen Museum jedes Jahr die
Alten Meister im Fokus: Die Ausstellung Tizians Frauenbild
konzentriert sich anhand von rund 60 Gemälden aus
internationalen Sammlungen auf die Darstellung der Frau im
Œuvre Tizians (um 14881576) und seiner Zeitgenossen Jacopo
Tintoretto, Paolo Veronese, Paris Bordone und Lorenzo Lotto.
Die Prominenz der Frau in der Malerei Venedigs im 16.
Jahrhundert hat vielerlei Ursachen, etwa die politisch-soziale
Struktur der Serenissima, die der Frau bezüglich der Mitgift und
des Erbes eigene Rechte zugestand, oder das kulturell
aufgeschlossene und internationale Klima der Stadt:
Einflussreiche Verlage zogen namhafte Poeten und Humanisten

an – darunter Pietro Bembo, Sperone Speroni und Ludovico
Dolce , die in ihren Schriften der Frau und der Liebe besondere
Aufmerksamkeit schenkten. Den entscheidenden Anstoß in der
visuellen Umsetzung gab Tizian, der bedeutendste Maler, den die
Stadtrepublik je hervorbrachte. Seine neuartigen Schöpfungen
wurden wegweisend für die europäische Malerei der
nachfolgenden Jahrhunderte. Mehr Information www.khm.at

 

Copyright Text: Kunsthistorisches Museum Wien


Modigliani

Revolution des Primitivismus

Amedeo Modigliani
Dame mit blauen Augen, um 1918
Öl auf Leinwand
©Musée d’art moderne de la Ville de Paris. Bequest of Dr. Maurice Girardin

Modigliani in seinem Atelier, 1915

Musée de l’Orangerie, Paris, RMN – Grand Palais, Foto Archives Jean Bouret
Paul Guillaume


17. September 2021 bis 9. Jänner 2022

Er war zeitlebens von Armut, Schicksalsschlägen, Drogenexzessen und schwerer Krankheit gezeichnet, konnte nur mit seiner Kunst für Miete und das Nötigste zum Überleben aufkommen. Heute zählt der 1920 im Alter von nur 35 Jahren verstorbene Künstler aus Livorno, Amedeo Modigliani, zu den teuersten Künstlern der Geschichte, dessen Bilder dreistellige Millionenbeträge erzielen. Die Wiener Albertina würdigt Amedeo Modigliani (1884-1920) anlässlich seines 100.Todestages mit einer spektakulären, ca. 130 Objekte aus drei Kontinenten umfassenden Retrospektive. Die ursprünglich für das Jubiläumsjahr 2020 geplante Schau wurde aufgrund der Pandemie verschoben: Nun wird dieser faszinierende, unverkennbare Künstler erstmals auch in Österreich gezeigt. Die Ausstellung vereint Hauptwerke aus den renommiertesten Museen und Privatsammlungen von den USA bis Singapur, von Großbritannien bis Russland mit größeren Leihgaben aus dem Musée Picasso-Paris und der Sammlung Jonas Netter, der ein großer Förderer Modiglianis zu seinen Lebzeiten war.

Sie wird den Künstler innerhalb eines einzigartigen Kreises von Avantgardemalern verorten. Mehr Information www.albertina.at

Copyright Text: ALBERTINA Wien


American Photography

24. August bis 28. November 2021 ALBERTINA

Robert Adams
Eigenheim, Colorado Springs, Colorado, 1968-1971
Silbergelatineabzug
ALBERTINA, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft © Robert Adams, courtesy Fraenkel Gallery, San Francisco

Stephen Shore
West 9th Avenue, Amarillo, Texas, October 2, 1974
Silberfarbstoffbleichverfahren
ALBERTINA, Wien © Stephen Shore. Courtesy 303 Gallery, New York

Im Mittelpunkt dieser Fotoausstellung der ALBERTINA stehen zentrale Strömungen US-amerikanischer Fotografie zwischen den 1930er- und 2000er-Jahren. Die Umkehrung des „American Dream“ ist ein Merkmal vieler der hier präsentierten
Positionen. Eindrückliche Porträts halten der Gesellschaft auf humorvolle wie kritische Weise
einen Spiegel vor. Raffinierte Farbaufnahmen der Konsumkultur wechseln sich mit dynamisch aus der Hüfte geschossenen Street-Fotos der Metropolen ab. Statt überhöhter Naturdarstellungen sind in kühlen Dokumentationen zersiedelte Landschaften und die Auswüchse des Tourismus zu sehen. Aufwändig inszenierte Tableaus erkunden menschliche Abgründe hinter einer inszenierten Fassade. Die Ausstellung umfasst mit rund 150 Werken viele der bedeutendsten amerikanischen FotografInnen von William Eggleston über Diane Arbus bis zu Lewis Baltz und Gregory Crewdson. Die wichtigen Bestände amerikanischer Fotografie der ALBERTINA werden um zentrale Hauptwerke aus einer der größten Privatsammlungen der Welt ergänzt, jener von Trevor Traina, der auch als Botschafter in Wien gewirkt hat. . Mehr Information www.albertina.at

 

Copyright Text: ALBERTINA Wien


Schiele und die Folgen

bis 23. Jänner 2022 ALBERTINA modern

Georg Baselitz
16.IV.06,
Tusche, Aquarell auf Papier
ALBERTINA, Wien – Dauerleihgabe der Sammlung Viehof © Georg Baselitz, 2021

Egon Schiele
Selbstbildnis in oranger Jacke, 1913
Bleistift, Aquarell, Deckfarben auf Japanpapier
ALBERTINA, Wien


Ausgangspunkt dieser Ausstellung in der ALBERTINA MODERN sind Egon Schieles
bahnbrechende Körper- und Selbstbildnisse, die ihn als glücklosen, ausgestoßenen
Künstler zeigen.
Schiele löst sich von bildnerischen Traditionen und kommt zu einer theatralen Selbstinszenierung in Körpersprache, Gestik und Mimik. Selbstentblößung, Rollenspiel, Charakter- und Lebensanalyse stehen im Vordergrund seiner Selbstthematisierung als Künstler, während die Frage der Ähnlichkeit und Wiedererkennbarkeit des Dargestellten in den Hintergrund tritt. Durch größtmögliche Schonungslosigkeit und Abwendung vom Schönheitskult der Secession in Wien um 1900 bereitet Schiele den Boden für nachfolgende Künstlergenerationen.
Seiner Neuinterpretation der Kunstgattung Selbstbildnis werden zwölf Künstlerinnen und Künstler des 20. Jahrhunderts gegenübergestellt. Georg Baselitz, Günter Brus, Adriana Czernin, Jim Dine, VALIE EXPORT, Elke Krystufek, Maria Lassnig, Karin Mack, Arnulf Rainer, Eva Schlegel, Cindy Sherman und Erwin Wurm erforschen in ihren Selbstporträts ebenfalls ihr tiefstes Inneres und blicken dabei hinter die Kulissen bloßer Selbstinszenierung. Mehr Information www.albertina.at/albertina-modern

 

Copyright Text: ALBERTINA modern


BESSERE ZEITEN? WALDMÜLLER UND DAS WIENER BIEDERMEIER

Oberes Belvedere
bis 27. Februar 2022

Ferdinand Georg Waldmüller, Am Fronleichnamsmorgen, 1857

© Belvedere, Wien / Leihgabe des Vereins der Freunde der Österreichischen Galerie Belvedere

Ist der Blick auf das Biedermeier wirklich ein Blick auf Bessere Zeiten? Die neue Sonderausstellung im Oberen Belvedere erzählt von der Zeit der Metternich’schen Restauration, der Stärkung des Bürgertums und seinem gleichzeitigen Rückzug aus politischer Teilhabe ins Private – so wie heute?
Mit Bessere Zeiten? Waldmüller und das Wiener Biedermeier stellt das Belvedere einen Kernbereich seiner Sammlung ins Zentrum: Der Bestand des Museums an Werken jener Epoche, allen voran jenen von Ferdinand Georg Waldmüller, zählt zu den bedeutendsten weltweit. Erstmals seit Jahrzehnten findet damit im Oberen Belvedere wieder eine große Sonderausstellung statt, die sich über den gesamten zweiten Stock erstreckt.

Mehr Information www.belvedere.at

 

Copyright Text: Belvedere Wien