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Wien

ROY LICHTENSTEIN

Zum 100. Geburtstag

8.3. – 14.7. ALBERTINA Wien

Roy Lichtenstein
Figures in Landscape, 1977
Öl und Acryl auf Leinwand
Louisiana Museum of Modern Art, Humblebæk, Denmark Long-term loan: Museumsfonden © Estate of Roy Lichtenstein/Bildrecht, Wien 2024
Foto: Louisiana Museum of Modern Art, Humblebæk, Denmark

Roy Lichtenstein
Kiss with Cloud, 1964
Öl und Acryl auf Leinwand
Esther Grether Family Collection / Esther Grether Familiensammlung © Estate of Roy Lichtenstein/Bildrecht, Wien 2024


Anlässlich seines 100. Geburtstages feiert die ALBERTINA den Meister der Pop-Art, Roy Lichtenstein
(1923–1997, New York), mit einer umfassenden Retrospektive, die über 90 Gemälde, Skulpturen und
Grafiken versammelt. Neben Andy Warhol ist Roy Lichtenstein eine der Gründerfiguren der Pop-Art
und derjenige, der Low-Art und High-Art miteinander verbindet.
Dank der großzügigen Leihgaben von 30 internationalen Museen und Privatsammlern werden die
bedeutendsten Werke seines umfangreichen Schaffens aus aller Welt nach Wien reisen, darunter aus
dem New Yorker Museum of Modern Art und dem Whitney Museum, der National Gallery,
Washington, der Yale University Art Gallery, New Haven, dem Museum Ludwig, Köln, dem Louisiana
Museum, Humlebæk dem Moderna Museet, Stockholm, und dem Museo Thyssen-Bornemisza,
Madrid.
Die Idee zu dieser Ausstellung wurde zusammen mit der Roy Lichtenstein Foundation anlässlich einer
großzügigen Schenkung von rund 100 Werken an die ALBERTINA geboren.
Roy Lichtenstein ist für seine klischeehaften Blondinen, Kriegshelden und Comic-Figuren mit
Sprechblasen bekannt. Mit knalligen, leuchtenden Farben, klaren Linien und den charakteristischen
Ben-Day-Punkten, die die billige Drucktechnik der Comics imitierten, prägte er in den 1960er Jahren
mit seiner Cartoon-Ästhetik die amerikanische Kunstszene.
Die Ausstellung startet mit den Frühwerken der 1960er Jahre, darunter die Pop-Art Ikone dieser Ära:
Look Mickey. Des Weiteren präsentiert die Ausstellung Lichtensteins ikonische Gemälde von
Objekten der Produktwerbung in Schwarz-Weiß, sowie Landschaften in Emaille-Technik und Kunst-
nach-Kunst-Bilder nach Picasso, Dalì, Kirchner oder Pollock. Ein besonderer Höhepunkt ist eine riesige
Brushstroke-Skulptur, die die Leinwand verlässt und den Raum erobert.
Gemeinsam mit Andy Warhol und Jackson Pollock zählt Roy Lichtenstein zu den einflussreichsten und
bedeutendsten amerikanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Diese Ausstellung wurde mit
Unterstützung von und in Zusammenarbeit mit der Roy Lichtenstein Foundation und dem Roy
Lichtenstein Estate realisiert.

 

Mehr Info www.albertina.at

 

Copyright Text: ALBERTINA

 

 


In the Eye of the Storm

Modernismen in der Ukraine

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Unteres Belvedere

 

Alexandra Exter (Олександра Екстер), Drei weibliche Figuren, 1909-10

© Nationales Kunstmuseum der Ukraine, Kyjiw

 

Oleksandr Bohomasow (Олександр Богомазов), Schärfen der Sägen, 1927

© Nationales Kunstmuseum der Ukraine, Kyjiw

 


Als erste umfassende Präsentation außerhalb der Ukraine veranschaulicht die Ausstellung, wie international und avantgardistisch die Kunstbewegungen der Moderne – der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – in den Kulturzentren Kyjiw, Lwiw und Charkiw waren. Vom Jugendstil bis zum Konstruktivismus wird eine zugleich bewegte und faszinierende Geschichte der kulturellen Identität der Ukraine erzählt.

 

Die modernistische Bewegung entwickelte sich in der Ukraine vor einem komplizierten soziopolitischen Hintergrund: dem Ersten Weltkrieg, der Revolution von 1917, der anschließenden kurzlebigen Unabhängigkeit als Ukrainische Volksrepublik (1917–20) und der Gründung der Sowjetukraine. Trotz der Wirren blühten ukrainische Kunst, Literatur, Theater und Film auf. Die Bojtschukist*innen, Anhänger*innen des Malers monumentaler Formate Mychajlo Bojtschuk (Михайло Бойчук), schufen ihre eigene nationale Schule der Wandmalerei, die von der byzantinischen Tradition und der ukrainischen Volkskunst gleichermaßen inspiriert war. In Charkiw wurde Wassyl Jermilow (Василь Єрмілов) zum Hauptvertreter der ukrainischen Version des Konstruktivismus. In Kyjiw entwickelte Oleksandr Bohomasow (Олександр Богомазов), der bedeutendste Futurist des Landes, den als Spektralismus bekannten Stil. In den späten 1920er-Jahren wurde das Kyjiwer Kunstinstitut zu einem letzten Zufluchtsort für Pionier*innen der modernen Kunst wie Kasymyr Malewytsch (Казимир Малевич). All diese Entwicklungen wurden durch die stalinistischen Repressionen der 1930er-Jahre brutal unterbrochen. Eine Ausstellung von Belvedere, Wien mit Royal Museums of Fine Arts, Brüssel, und der Royal Academy of Arts, London in Zusammenarbeit mit dem National Art Museum of Ukraine.

Mehr Info www.belvedere.at

 

Copyright Text: Belvedere Museum Wien