Viele Museen zeigen ihre Ausstellungen online

Wien

Michael Horowitz

 

28. Februar bis 13. April 2020

ALBERTINA

Michael Horowitz
Arnold Schwarzenegger, 1975
Hahnemühle Fine Art Baryta Print
Besitz des Künstlers © Michael Horowitz

Michael Horowitz
Friederike Mayröcker, 2019
Hahnemühle Fine Art Baryta Print
Besitz des Künstlers © Michael Horowitz



Michael Horowitz und Museumsleiter Klaus Albrecht Schröder (li.) tauschen gemeinsame Erinnerungen bei der Pressekonferenz aus.

© Patricia Sigerist

Der Wiener Journalist, Verleger und Autor Michael Horowitz (geb. 1950) war bereits ab 1966 während seiner Schulzeit als Fotograf tätig. Bis Ende der 1980er-Jahre fertigte er zahlreiche Reportagen und Porträts bekannter Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben an. In der ALBERTINA wird in einer monografischen Ausstellung nun erstmals eine Auswahl von Arbeiten aus dieser Schaffensphase gezeigt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fotografien aus dem Wiener Kulturleben, zu dessen Protagonisten Horowitz in enger Beziehung stand. Umfangreichere Serien entstanden etwa in Zusammenarbeit mit Helmut Qualtinger, Kiki Kogelnik oder den Künstlern aus Gugging. Die Aufnahmen zeichnen sich durch Horowitz‘ empathische Sichtweise, seine klare Bildsprache und sein Gespür für ausdrucksstarke Momente aus.

Mehr Information www.albertina.at

 

Copyright Text: ALBERTINA Wien


Wilhelm Leibl - Gut sehen ist alles!

Wilhelm Leibl
Selbstbildnis, 1891
Pinsel in Schwarz und Deckweiss, Feder in Schwarz und schwarze Kreide, Randlinie mit Grafitstift, aufgezogen auf Karton
Kunsthaus Zürich, Grafische Sammlung, 1931 © Kunsthaus Zürich

Gefördert von Courbet, beeinflusst von Manet und geschätzt von van Gogh, gehört Wilhelm Leibl (1844–1900) zu den wichtigsten Vertretern des Realismus in Europa. Im Mittelpunkt seines Werks steht die ungeschönte Darstellung des Menschen. Mit seinem Rückzug von der Stadt aufs Land begründete er eine moderne Figurenmalerei, in der die Naturwahrheit über der Idylle und der Erzählfreude der traditionellen Genremalerei steht. Richtschnur war für Leibl nicht, dass ein Modell schön, sondern dass es „gut gesehen“ wurde.

Die Ausstellung mit Leihgaben aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, der Schweiz und den USA entstand in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich. Die Ausstellung ist von 31. Jänner bis 10. Mai 2020 zu sehen. Mehr Informationwww.albertina.at 

 

Copyright Text: ALBERTINA Wien


Into the Night. Die Avantgarde im Nachtcafé

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Aus Perspektive dieser alternativen Szenen erzählt die Ausstellung Into the Night ab Februar 2020 im Unteren Belvedere und in der Orangerie vom kulturellen Geschehen von den 1880er- bis zu den 1960er-Jahren.

Elfriede Lohse-Wächtler, Ausblick im Nachtlokal (View of a Nightclub), 1930

Ramón Alva de la Canal, El Café de Nadie (Nobody’s Café), c. 1970, © DACS, 2019. Courtesy Private Collection


In Wien war es das 1907 von Protagonist_innen der Wiener Werkstätte gegründete und ausgestattete Kabarett Fledermaus, das den Übergang vom Secessionismus zum Expressionismus markierte. In Paris nahm das Chat Noir mit seinem Schattentheater in den 1880ern die Kinokultur vorweg. Im Zürcher Cabaret Voltaire wurde Dada gegründet. Der von Giacomo Balla designte Nachtclub Bal Tic Tac und das von Fortunato Depero entworfene Cabaret del Diavolo in Rom waren Brutstätten des Futurismus. Das minimalistische Design des Café L’Aubette in Straßburg stammte zum Teil von Theo van Doesburg, dem Mitbegründer von De Stijl. Im Berlin der Zwischenkriegszeit befeuerte die vibrierende Energie der Nachtclubs die Künstlerinnen und Künstler des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit wie Otto Dix, Jeanne Mammen oder Elfriede Lohse-Wächtler.

Nachtclubs, Cafés, Bars oder Kabaretts waren im 20. Jahrhundert wichtige Dreh- und Angelpunkte der Moderne und boten Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform des kreativen Ideenaustauschs zwischen Malerei und Grafik, Architektur, Design, Literatur, Tanz und Musik. Die Ausstellung betrachtet zahlreiche dieser Schauplätze weltweit und spürt der vibrierenden künstlerischen Befruchtung nach, die von dort aus die Kunstgeschichte nachhaltig prägte. Sie durchbricht dabei bewusst die Grenzen eines eurozentristischen Blickwinkels. Thematisiert werden nicht nur die bekannten Schauplätze der Avantgarde, sondern auch das Café de Nadie in Mexiko-Stadt oder die Harlem-Renaissance in New Yorker Jazzclubs der 1920er- und 1930er-Jahre, deren Protagonistinnen und Protagonisten sich im Kampf gegen Rassismus engagierten. Den Schlusspunkt der Ausstellung bilden die Mbari Clubs, die Anfang der 1960er in Ibadan und Oshogbo, Nigeria, gegründet wurden, sowie der 1966 in Teheran eröffnete Künstlerclub Rasht 29.

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Barbican, London, realisiert und war vom 4. Oktober 2019 bis zum 19. Jänner 2020 zu sehen. Mehr Information https://www.belvedere.at/night

 

Copyright Text: Belvedere Wien

Im Rahmen der Ausstellung "Into the Night. Die Avantgarde im Nachtcafé" wurde Hugo Balls "Krippenspiel. Concert bruitiste, den Evangelientext begleitend" die dadaistische Weihnachtsgeschichte in sieben Bildern vom Ensemble des Kabinetttheaters im Unteren Belvedere aufgeführt. Das Manuskript, dass lange als verschollen galt, ist in der Ausstellung auch zu sehen.

© Patricia Sigerist


Renate Bertlmann

CARLONE CONTEMPORARY

Das Belvedere präsentiert 2020 in der Reihe CARLONE CONTEMPORARY die Arbeit der Multimediakünstlerin Renate Bertlmann für den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig 2019: ein Feld roter Messer-Rosen. Sie zeigt sinnliche Blumen aus Muranoglas mit messerscharfen Klingen im Blütenkelch. Der Gegensatz zwischen Fragilität und Aggression weist Parallelen zur Dualität der Fresken im Carlone-Saal des Belvedere auf. Mehr Information www.belvedere.at

 

Copyright Text: Belvedere Wien

Abbildung Discordo ergo sum, Austrian Pavillon, BiennaleArte 2019
© Bildrecht, Wien, 2019, Foto: Sophie Thun


Van Gogh, Cézanne, Matisse, Hodler

Die Sammlung Hahnloser

22. Februar – 24. Mai 2020

 

Die ALBERTINA widmet ihre Frühjahrsausstellung 2020 einer der bedeutendsten Privatsammlungen der französischen Moderne. Die Sammlung Hahnloser entstand zwischen 1905 und 1936 im engen freundschaftlichen Austausch zwischen dem Sammlerpaar Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler und ihren Künstlerfreunden, darunter Pierre Bonnard, Ferdinand Hodler, Henri Matisse und Félix Vallotton. Später wurden auch deren Vorläufer Cézanne, Renoir, Toulouse-Lautrec, Van Gogh u.a. Teil der Sammlung.

 

Mehr Informationwww.albertina.at 

Copyright Text: ALBERTINA Wien

 

 

Henri Matisse
Femme assise devant la fenètre ouverte, 1919

Dauerleihgabe an Hahnloser/Jaeggli Stiftung, Villa Flora, Winterthur
Foto: Reto Pedrini, Zürich