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Ausstellungen 2024

I FEEL THE EARTH WHISPER

BIANCA BONDI, JULIAN CHARRIÈRE, SAM FALLS UND ERNESTO NETO

15. Juni bis 03. November 2024

Museum Frieder Burda

Ernesto Neto, earthtreelifelove, 2022. Baumwoll-Häkelarbeit, Baumwollwatte, Lorbeerblätter, Thymian, Rosmarin, Petersilie, Minze, Basilikum, Kieselsteine, Sand, Erde, Holzhaken, 475 × 1051,6 × 988,1 cm. Courtesy the artist and Tanya Bonakdar Gallery © Ernesto Neto; Foto: Dan Bradica

In einer Welt, die sich angesichts des Klimawandels rasant verändert, lädt die Ausstellung "I Feel the Earth Whisper" im Museum Frieder Burda zu einer vertieften Auseinandersetzung mit der fragilen Schönheit der natürlichen Welt und unserer tiefgreifenden Verbundenheit mit ihr ein. Mit Installationen von Bianca Bondi, Julian Charrière, Sam Falls und Ernesto Neto, die Skulptur, Malerei, Video und Fotografie umfassen, lädt die von Patricia Kamp und Jérôme Sans kuratierte Ausstellung dazu ein, unsere Verbindungen zu den Wäldern und einzigartigen Ökosystemen des Planeten neu zu ergründen und unsere historisch verankerte Rolle als Bewahrer dieser pulsierenden Lebensräume wiederzubeleben. Auf einzigartige Weise miteinander verbunden, eröffnen die teils monumentalen Werke dieser Künstler*innen einerseits den Blick nach draußen in die Natur, zugleich holen sie die natürliche Welt nach innen und schaffen Räume, die die Verbindungen und Zusammenhänge mit den "mehr-als-menschlichen" Kräften, Zyklen und Prozessen der natürlichen und kosmischen Welt erfahrbar machen. In einer vielschichtigen Verflechtung von Mythologie, Kosmologie und Ökologie regt die Ausstellung die Besucher dazu an, die vielstimmigen Klänge der Natur mit allen Sinnen neu zu erfahren. Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums würdigt das Museum Frieder Burda mit der Ausstellung "I Feel the Earth Whisper" den visionären Geist und das bleibende Vermächtnis seines Gründers Frieder Burda. Verbunden mit den größten Denkern und Schöpfern seiner Generation, baute der deutsche Sammler sein Museum in menschlichem Maßstab. Das von Richard Meier entworfene und in den malerischen Park Lichtentaler Allee, einem UNESCO-Weltkulturerbe in Baden-Baden, eingebettete Museum schafft mit seinen lichtdurchfluteten Räumen eine harmonische Symbiose zwischen Kunst, Architektur und der eindrucksvollen, zum Verweilen und Nachsinnen anregenden natürlichen Umgebung. Das Zusammenspiel von Licht und Natur innerhalb der Museumsarchitektur verwischt die Grenzen zwischen Außen- und Innenraum und schafft eine dynamische, immersive Umgebung, die die traditionelle Ästhetik des White Cube-Museums herausfordert. In der Nähe der Grenzen zu Frankreich und der Schweiz gelegen, befindet sich das Museum im geheimnisumwobenen Schwarzwald, einer Region mit Legenden und spiritueller Resonanz. Ausgehend von der besonderen Historie und Verortung des Museums in Baden-Baden, einer Stadt, die ob ihrer mineralstoffreichen Thermalquellen und historischen Kuranlagen im Zeichen der Heilung und Verjüngung steht - ergründet die Schau den Gedanken der Heilung auf mehreren Ebenen: der physischen, psychischen und ökologischen. Dabei thematisiert sie die Reziprozität - die wechselseitige Abhängigkeit und notwendige Fürsorge zwischen Mensch und Natur - und regt zu einem respektvollen, verantwortungsvollen Verhältnis zur Mitwelt an. Mehr Information www.museum-frieder-burda.de

 

Copyright Text: Museum Frieder Burda


WATCH! WATCH! WATCH! HENRI CARTIER-BRESSON

15. JUNI 2024 BIS 22. SEPTEMBER 2024

Henri Cartier-Bresson: Berliner Mauer, Westdeutschland, 1962, © 2024 Fondation Henri Cartier-Bresson / Magnum Photo

Das Bucerius Kunst Forum widmet dem französischen Fotografen Henri Cartier-
Bresson (1908 bis 2004) die erste große Retrospektive in Deutschland seit 20
Jahren. In verschiedenen Kapiteln werden neben den frühen, surrealistisch
geprägten Aufnahmen und Filmarbeiten sowie den Fotoreportagen auch Cartier-
Bressons Porträts bekannter Künstler:innen und Schriftsteller:innen gezeigt,
ebenso wie seine späteren Fotografien, in denen der Fokus auf dem menschli-
chen Alltagsverhalten liegt. In 240 Schwarzweißfotografien sowie Beiträgen
in Magazinen und Büchern gibt die Ausstellung Zeugnis von Cartier-Bressons
Lebenswerk, das nahezu das gesamte 20. Jahrhundert umfasst.

Mehr Information www.buceriuskunstforum.de

 

Copyright Text: Bucerius Kunst Forum


KÜNSTLERINNEN ZWISCHEN FRANKFURT UND PARIS UM 1900

10. JULI BIS 27. OKTOBER 2024

Städel Museum

Ida Gerhardi (1862–1927)
Tanzbild VIII (Can-Can-Tänzerinnen bei Bullier), um 1904
Öl auf Pappe
31 × 49 cm
Galerie der Stadt Lüdenscheid
© Galerie der Stadt Lüdenscheid, Foto: Steffen Schulte-Lippern

Louise Catherine Breslau (1856–1927)
Porträt der Freunde, 1881
Öl auf Leinwand
84,3 × 160,5 cm
MAH Musée d’art et d’histoire, Ville de Genève, achat avec l’aide de la Fondation Diday, 1883
© Musée d'art et d'histoire, Ville de Genève, Foto: Flora Bevilacqua


Die Moderne ist ohne den Beitrag von Künstlerinnen nicht zu denken. Neben bekannten Malerinnen und Bildhauerinnen wie Louise Breslau, Ottilie W. Roederstein und Marg Moll haben sich viele weitere erfolgreich im Kunstbetrieb der Zeit um 1900 behauptet. Sie heißen Erna Auerbach, Eugenie Bandell, Mathilde Battenberg, Marie Bertuch, Ida Gerhardi, Dora Hitz, Annie Stebler-Hopf, Elizabeth Nourse oder Louise Schmidt. Von Paris und Frankfurt aus knüpften sie internationale Netzwerke und unterstützten sich gegenseitig. Als einflussreiche Lehrerinnen und Kunstagentinnen prägten einige von ihnen auch die Geschichte des Städel Museums und der Städelschule. Zeit, diesen Künstlerinnen erstmals eine große Ausstellung zu widmen und sie neu zu entdecken. Vom 10. Juli bis 27. Oktober 2024 präsentiert das Städel Museum rund 80 Gemälde und Skulpturen von insgesamt 26 Künstlerinnen. Darunter befinden sich Kunstwerke aus renommierten US-amerikanischen und europäischen Museen sowie zahlreiche Arbeiten aus Privatbesitz, die zum ersten Mal gezeigt werden. Ergänzt werden sie durch bislang unveröffentlichtes Archivmaterial. Fotografien und Briefe erzählen von internationalen Ateliergemeinschaften, von der strategischen Bedeutung professioneller Künstlerinnenverbände, von Erfolgen, aber auch vom andauernden Streben um Anerkennung.

Mehr Information www.staedelmuseum.de

 

Copyright Text: Städel Museum